Die Wahl des richtigen Bettes fällt nicht immer ganz einfach. Wenn es sich um ein Schlafsofa handelt, dann ist das Design von Bedeutung. Ansonsten ist die Matratze das Hauptaugenmerk. Nur wenige Personen achten besonders auf das Gestell, denn darauf schläft man nicht und es ist nicht in allen Fällen für das Aussehen des Bettes von Bedeutung. Doch die Wahl zwischen einem Bettgestell aus Holz und einem Bettgestell aus Metall hat trotzdem eine große Bedeutung für die Qualität des Bettes, seine Lebensdauer und manchmal tatsächlich auch für den Schlafkomfort selbst.

Nachteile: beide Werkstoffe arbeiten und zersetzen sich mit der Zeit

Der wichtigste Aspekt, der viele Personen in erster Linie interessieren wird, ist die Lebensdauer des Bettes aus einem der beiden Materialien. Diese Frage ist dabei nicht allgemein zu beantworten, da sie von einigen Faktoren abhängig ist.

Holz

Bei Holz ist immer die Frage, ob es sich um Massivholz, OSB-Platten oder Sperrholz handelt. Darüber hinaus macht es einen großen Unterschied, ob es sich um weiches Nadelholz handelt oder um ein Hartholz. Im letzteren Fall ist auch von Bedeutung ob das Holz aus einer ökologisch unbedenklichen, nachhaltigen Quelle stammt.

Pressholzplatten jeglicher Art sowie die meisten Nadelhölzer haben nur eine eingeschränkte Belastbarkeit und sind verhältnismäßig empfindlich gegenüber feuchter Raumluft. Eine schwankende Feuchtigkeit im Raum führt dazu, dass das Holz sich ausdehnt, wieder zusammenzieht, sich dabei verformen kann und Verbindungen locker werden können. So haben Betten aus Holz oft eine verhältnismäßig kurze Lebensdauer von nur rund 15 Jahren.

Metall

Bei einem Bettgestell aus Metall kommt es darauf an, ob es sich um Eisen oder Edelstahl handelt. Doch erstmal ist auch hier von Bedeutung, dass Metall arbeitet. Im Gegensatz zu Holz liegt dies jedoch nicht an einer schwankenden Luftfeuchtigkeit, sondern an schwankenden Temperaturen, bei denen sich das Metall ausdehnen und wieder zusammenziehen kann. Wie problematisch das ist hängt jedoch davon ab, ob es sich um Edelstahl handelt oder nicht. Bei Edelstahl ist ein etwas arbeitendes Bettgestell weniger problematisch.

Bei Eisen oder einfachem Stahl ist das Bettgestell anfällig für Rost. Zwar braucht Rost etliche Jahrzehnte oder Jahrhunderte bis er ein Bettgestell bis zur Unbrauchbarkeit zerstört, jedoch sieht es bereits viel früher unschön aus. Aus diesem Grund sind Bettgestelle aus Eisen in der Regel lackiert oder zumindest verzinkt oder verchromt.

Wenn das Metall jedoch bei warmen Temperaturen sich ausdehnt, dann kann die schützende Beschichtung mehr oder weniger viel Schaden nehmen und vor allem Lack kann vollständig abplatzen. Auch an Verbindungen kann es dazu kommen, dass einzelne Komponenten aneinander scheuern, sodass hier mit absoluter Sicherheit früher oder später das reine Eisen frei liegt.

Insgesamt ist jedoch die Lebensdauer von einem Metallbett höher als von einem Holzbett und liegt bei etwa 25 Jahren oder mehr.

Ein weiteres Problem beider Materialien ist, dass sie an Verbindungsstellen gerne quietschen oder knarren. Bei zusammenfaltbaren Betten aus Holz sind die Verbindungen trotzdem in der Regel aus Schrauben und mit Unterlegscheiben gefertigt, sodass hier ein Holzbett weder Vorteile noch Nachteile hat.

Welche Vorteile gibt es?

Nach dieser ausführlichen Erörterung der Nachteile stellt sich die Frage, ob ein Bett aus Holz oder Metall überhaupt Vorteile hat. Tatsächlich handelt es sich bei einer guten Qualität bei beiden Werkstoffen um sehr langlebige Materialien. Ausschlaggebend sollte ausschließlich der persönliche Geschmack sein und welches Material besser zur Einrichtung passt.